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Calandryll

(Bauernjunge)

geändert von: Calandryll - 18.07.06, 13:13:13

Kapitel 1 - Der Anfang
Marcian war ein ganz normaler Knabe von 17 Jahren, der in dem ruhigen Dorf Bachtal wohnte .Er lebte dort mit seiner Schwester Narhalla und seinem Vater Grask. Seine Mutter verschwand, als sie einst frische Kräuter aus dem nahgelegenen Wald holen wollte und nicht wiederkam. Niemand hat je von ihr gehört. Marcian war ein kräftiger Bursche und geschickt im Umgang mit seinem Schwert, das er Narhalla, nach seiner Schwester, benannt hatte.
Narhalla selbst, war eine Meisterin ihres Handwerks, der Illusionsmagie. Sie beherrschte sie wie keine zweite, obwohl sie die Kunst der Magie nie gelernt hatte.
So lebten sie ein sehr glückliches Leben, bis zu dem einen Tag. An jenem Tag gingen Marcian und Narhalla auf die Jagd, denn es war der Geburtstag ihres Vaters und sie wollten ihm einen schönen Eber fangen, denn so ein Anlass kommt nicht alle Tage. So waren sie also auf der Jagd und Marcian erlegte mit seinem Bogen fünf Kaninchen und einen Eber. Als sie fertig waren gingen sie frohen Mutes nach Haus um ihrem Vater ein Festmahl zuzubereiten. Doch als sie den Waldrand erreichten, sahen sie es. Ihr Haus stand in Flammen und war umringt von gepanzerten Reitern, die das Zeichen Ascalions trugen.
Marcian packte die Wut, er wollte vorstürmen und sich auf die Reiter stürzen, doch Narhalla machte eine blitzschnelle Geste und ihr Bruder erstarrte mitten in der Bewegung.
„Du hast es also geschafft, deine Beherrschungszauber stumm zu sprechen, Schwester“
„Ja, das habe ich, Bruder. Doch ich muss dich warnen, geh nicht zu unserem Haus, denn dort ist auch Fürst Ascalion! Sieh!“
Und er sah es, Fürst Ascalion zerrte Grask aus dem Haus und ließ ihn auspeitschen. Nach 4 Schlägen brach Grask zusammen und blieb leblos liegen.
Narhalla hatte ihren Beherrschungszauber bereits gelöst und diesmal ließ sich Marcian nicht aufhalten. Er spannte seinen Bogen und schoss. Der Pfeil raste auf Fürst Ascalion zu und würde ihn mitten zwischen die Augen treffen. Doch dann geschah das Unfassbare. Fürst Ascalion fing den Pfeil mit zwei Fingern ab und zerbrach ihn. Er bedeutete seinen Männern, sich nicht zu rühren und trat einen Schritt Richtung Marcian, der mittlerweile, das Schwert in der Linken, vor dem Wald stand und Ascalion hasserfüllt anstarrte.
„Marcian, Grasks Sohn, es war ein großer Fehler von dir herzukommen und ein noch größerer auf mich zu schießen. Nun wirst du meine Rache spüren.“
Und in diesem Moment zückte er seinen gewaltigen Zweihänder.
„Dies ist Skaratra, das Schwert der Furcht. Ich werde dir damit deinen Kopf abschlagen!“
Beide Kontrahenten stürmten aufeinander zu, Marcian nahm das Schwert in beide Hände und schlug zu. Die Schwerter klirrten und dann war es geschehen, Marcians Schwert, zerbrach und fiel zu Boden. Ungläubig starrte er auf die zerbrochene Klinge Narhallas. Ascalion lachte und holte zum letzten Streich aus. Seine Klinge sauste hinab und Marcians Gedanken galten Narhalla, denn er hoffte, seine Schwester würde fliehen und weiterleben. Doch die Erlösung kam nicht, denn irgendetwas hielt Ascalions Schwert auf. Als Marcian nach oben blickte, sah er, dass ein Mann vor ihn getreten war und das Skaratra mit seinem eigenen Schwert, das seltsam grün glänzte, aufgefangen hatte. Als er in Ascalions Augen sah, sah er Angst, abgrundtiefe Angst. Ascalion wich einige Schritte zurück und sprach:
„Du??? Du??? Was willst du hier? Verschwinde! Männer tötet ihn!“
Die Männer wollten losstürmen, doch da traf einen von ihnen ein gewaltiger Feuerball und man hörte eine eindringliche, aber sehr ruhige Stimme sprechen: „Männer Ascalions! Bleibt wo ihr seid, oder es wird auch euer Schicksal sein, in einem Feuerball zu sterben!“
Die Männer gehorchten aufs Wort und blieben stehen. Der Krieger, der Marcian gerettet hatte, trat auf Ascalion zu. „Bringen wir es zu Ende, Ascalion!“
Ascalion wollte zum Angriff übergehen und schwang sein Schwert, doch der Krieger machte eine einzige Bewegung, stand neben Ascalion und stach ihm das grünglänzende Schwert in die Brust. Ascalion starb, noch ehe er den Boden erreicht hatte. Seine Männer suchten ihr Heil augenblicklich in der Flucht.
Nachdem das ganze Spektakel vorbei war, stand Marcian auf und wollte sich bei dem Krieger bedanken. Doch als sich der Krieger zu ihm umdrehte, war er sehr erschrocken. Es war kein Krieger! Es war ein Mädchen von vielleicht 15 Jahren! Er starrte ungläubig auf ihren Körper und begriff Sekunden später, das er sie in Verlegenheit brachte. Er wendete seinen Blick von ihr ab, murmelte ein „Hab Dank!“ und eilte zu seinem Vater. Dieser lag noch immer am Boden und rührte sich nicht. Auch Narhalla stürmte hervor und eilte zu ihm hin. Und eine dritte Gestalt näherte sich Grask. Diese Gestalt trug einen schwarzen Umhang mit eigenartigen Runen am Kragen, unter seinem Umhang glänzte ein Dolch und er trug kostbare Ringe. Er sprach „Verzeih, Marcian, das wir nicht eher kamen, wir können nichts mehr für deinen Vater tun, er ist tot. Doch trauere nicht um ihn, denn du wirst ihn wiedersehen. Eines Tages.“
„Wer seid ihr, Geheimnisumwobener?“
„Mein Name ist Calandryll. Ich bin Großmagier und Herr der Winde. Das dort vorne ist Tecia. Sie ist eine Kriegertochter und du wirst im Umkreis von 50 Meilen niemanden finden, der besser mit dem Schwert Gotteszorn umgehen kann. Sie hat dir das Leben gerettet.“
Marcian starrte immer noch ungläubig auf Tecia, denn er konnte nicht glauben, das so ein junges Mädchen so gut mit dem zweitmächtigsten Schwert der Welt umgehen konnte, noch konnte er glauben, dass dieses Mädchen, das Schwert überhaupt besaß.
Nach zwei Stunden hatte Narhalla das letzte gebet für ihren Vater abgeschlossen und gesellte sich zu den drei anderen ans Lagerfeuer. Sie fragte:
„Wie geht es nun weiter?“
„Wir werden mit Calandryll und Tecia gehen, sie glauben, dass wir beide eine Bestimmung haben und was haben wir auch für eine andere Wahl?“
„Wir werden nach Ening reiten und dort nach der Meisterschützin Mel suchen. Sie weiß den Weg zum Tempel der Drachen und genau dort müssen wir hin.“ Calandrylls Stimme klang immer noch sehr ruhig.
„Zum Tempel der Drachen...“ murmelte Marcian. Er wusste was das für ein Ort war. Vor Jahrhunderten erbaut, birgt er die einzige Waffe mit der Mann Siphrael, den dunklen Herrscher, besiegen kann. Nur schaffte es niemand an die Waffe heranzukommen, den sie wird bewacht von Golddrachen. Man braucht eine Tarnkappe, um hineinzukommen, doch niemand weiß, wo sich die legendäre Tarnkappe befindet. Und so ist es auch niemandem möglich das goldene Schwert Scral zu finden.
Sie brachen bei Anbruch des nächsten Tages auf. Marcian und Narhalla ritten auf einem prächtigen, weißen Hengst, während Tecia auf ihrer Stute und Calandryll auf seinem pechschwarzen Hengst ritten. Nach 3 Tagen erreichten sie ein kleines Dorf, das anscheinend verlassen war. Sie schlugen in einem der Häuser ihr Nachtlager auf und fanden sogar noch vier Leibe Brot und ein Schwein, welches sie schlachteten und brieten.
Am nächsten Morgen wachte Marcian auf und stellte fest, dass er und seine Schwester allein waren. Panisch ging er umher und suchte nach Calandryll und Tecia, doch fand er sie nicht.
Dann hörte er es. Ein Donnergrollen wie er es nur von einem Gewitter her kannte, doch der Himmel war klar in alle Richtungen. Er spähte Richtung Wald. Hatte sich dort etwas bewegt? Oder sah er Gespenster? Langsam wurde auch Narhalla wach und fragte ihren Bruder was denn los sei. Marcian bedeutete ihr sich ruhig zu verhalten. Er konnte zwar beim besten Willen nicht sagen, was sich ihnen da näherte, doch war es sehr sehr groß.
Er kauerte hinter einer niedrigen Mauer, während seine Schwester sich in einem leeren Weinfass verbarg. Dann sah er ihn. Ein riesiger Laufdrachen kam auf sie zu. Niemals zuvor hatte Marcian einen Drachen zu Gesicht bekommen und er war vor Entsetzen und Erstaunen gelähmt. Der Drache kam mit weit geöffnetem Rachen auf ihn zu, die kleinen Drachenaugen strahlten puren Hass aus. Der Drache war nur noch wenige Meter entfernt, da hörte er eine junge Stimme schreien „RUNTER!“. Marcian gehorchte und ließ sich auf den Boden fallen. Im selben Moment zischten zwei Pfeile in Richtung des Drachen. Beide trafen ihn mitten in der Brust. Doch das hielt den Drachen nicht auf, plötzlich stand vor ihm wieder Tecia und neben ihm war Calandryll. Tercia hatte die Augen geschlossen und hielt ihr Schwert fest umklammert, Calandryll hatte in beiden Händen einen Feuerball.
Der Drache stürmte heran. Calandryll warf beide Feuerbälle, doch verfehlten beide ihr Ziel. Sofort begann er mit einem weiteren Zauber. Tercia stürmte währenddessen auf den Drachen zu und durchtrennte ihm seinen linken Arm. Der Drache brüllte auf und schnappte nach Tecia, doch bevor er sie erreichen konnte, hatte er einen Pfeil mitten im Auge und ein gewaltiger Blitz zuckte vom Himmel und traf ihn, der Drache stöhnte ein letztes Mal auf und ging dann zu Boden. Doch er lebte noch. Tercia sprang auf und rammte dem Drachen ihr Schwert genau zwischen die Augen. Er zuckte noch einmal, dann war es vorbei. Das Ungetüm lag vor ihnen im Gras. Marcian sah erst jetzt, wer die Pfeile auf den Drachen geschossen hatte. Es war eine Frau von vielleicht 20 Jahren und mit feuerroten Haaren, die einen meisterhaft gefertigten Bogen trug. Auch die Pfeile in ihrem Köcher waren absolute Meisterwerke, jeder einzelne Pfeil so gefertigt, das er abbricht, wenn man ihn aus der Wunde ziehen will.



Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:11:40

Calandryll

(Bauernjunge)

Fortsetzung Kapitel 1

„Das ist Mel, Marcian. Sie hat uns bereits seit zwei Tagen gesucht.“ Sprach Calandryll
„Sei mir gegrüßt Marcian. Wir müssen schleunigst zum Tempel der Drachen und das Schwert Scral holen, denn du bist der einzige, der Siphrael jetzt noch aufhalten kann! Doch zunächst müssen wir Auralion finden, denn er ist der einzige, der die Tarnkappe wiederherstellen kann.“ Sagte Mel zu ihm.
„Auralion... Auralion... das habe ich schon mal gehört... Natürlich! Meint ihr etwa den Auralion Felsschmetterer? Den berühmten Novaner?“
„Ja genau der, Marcian.“ Mischte sich Tecia an, Marcian fiel nun ganz deutlich auf, dass er nie zuvor ein schöneres Mädchen gesehen hatte.
Sie redeten noch eine zeitlang weiter und diskutierten, welche Richtung sie einschlagen sollten, doch zum Abend hin brachen sie dann auf. Sie ritten Richtung Westen und Marcian starrte die ganze Zeit über nur Tecia an. Diese bemerkte es nicht, denn sie ritt vor ihm und so sah er auch nur ihren Rücken. Doch den scharfen Blicken seiner Schwester entging es nicht, dass er nur noch Blicke für die anmutige junge Frau hatte.


Nach vier Stunden hielt Calandryll plötzlich an und blickte angestrengt Richtung Osten.
„Was ist los?“ fragte Marcian. Doch Tecia machte nur eine Handbewegung, die ihm zu verstehen gab ruhig zu sein.
Auch Mel war sehr angespannt. Sie hatte ihren Bogen bereits in der Hand und legte langsam einen Pfeil auf die Sehne. Calandryll war plötzlich umgeben von schwelender Luft. An seiner rechten Hand bildete sich ein Feuerball.
Tecia stieg von ihrem Pferd und nahm ihr Schwert in die Hand.
Etwas stimmte nicht, selbst seine Schwester hatte sich durch eine Illusion geschützt. Nun zog auch Marcian sein Schwert. Doch er kam sich lächerlich vor, denn er wirkte wie ein blutiger Anfänger im Gegensatz zu Tecias Fähigkeiten


~ Ende von Kapitel 1 ~

Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:13:56

Calandryll

(Bauernjunge)

Kapitel 2 - Die große Schlacht

Die Gruppe hatte sich hinter einem Feldvorsprung verschanzt. Vor ihnen tobte eine gewaltige Schlacht. Menschen gegen Elfen. Die elfischen Schützen, durch ihr mächtigen Magier gestärkt, forderten einen hohen Blutzoll von de heranstürmenden Menschen. Doch auch die Menschen töteten zahlreiche Elfenkrieger. Ihre Stärke beruhte auf einer Gruppe von geheimnisvollen schwarzgekleideten Magiern. Calandryll war angespannt wie er es immer war, wenn Gefahr drohte, Tecia hatte ihr Augen geschlossen und bereitete sich so auf den Kampf vor. Narhalla stand aufrecht und beobachtete alles, denn sie war durch eine Illusion geschützt. Marcian betete, dass er den Kampf überleben würde und Mel spannte ihren Bogen.
Dann ging es los. Tecia erhob sich und sprang über den Felsblock hinweg. Marcian wollte es ihr gleichtun, doch er stolperte über den Felsvorsprung und fiel in den Schlamm. Calandryll stand ruhig auf drehte sich zum Schlachtfeld hin und zog seine Faust an den Körper. Dann sah Marcian, dass Calandrylls Faust von schwirrender Luft umgeben war. Mel zielte mit ihrem Bogen auf einen der schwarzgekleideten Menschenmagier. Gleichzeitig schossen Calandrylls Faust und Mels Pfeil Richtung der Menschenmagier. Der Pfeil erreichte sein Ziel nicht, doch Calandrylls Sturmfaust erzielte die gewünschte Wirkung. Zwei der Sieben Magier gingen in die Knie und starrten hasserfüllt Richtung Calandryll. Sie bildeten blitzschnell je einen kleineren Feuerball an ihren Händen und schleuderten diese gen Calandryll. Doch sie erreichten ihr Ziel nie. Vor Calandryll erschien ein Bannkreis und die Feuerbälle verschwanden darin. Der Gegenangriff Calandrylls war umso heftiger. Er hielt die Handfläche nach oben, während er seinen Arm gen Himmel streckte. Darüber bildete sich eine rotierende Feuersäge. Als diese das Ausmaß von Kondorschwingen erreicht hatten, sprach er „Cornices Woswocos Flammensäge!“ und die Flammensäge kreiselte mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit auf die beiden Magier zu, die Calandryll kurz zuvor angegriffen hatten. Sekunden später waren es nur noch vier flammende Menschenteile.
Mittlerweile hatte Tecia die ersten Kämpfenden erreicht und stieß einen gellenden Kampfschrei aus. Dann fing sie an zu kämpfen. Der erste Gegner realisierte nicht einmal mehr, was um ihn herum passierte, als Tecia ihm den Kopf abschlug. Der nächste Gegner war schon schwieriger. Es war ein blonder Hüne und er war sehr geschickt mit seinem Zweihänder. Tecia ließ ihr Schwert in einer absurden Bewegung kreisen und stach zu. Doch verfehlte sie ihr Ziel. Gleichzeitig schoss der mächtige Zweihänder des anderen auf sie hinab und prallte von ihrem Panzer ab. Tecia zog ihr Schwert blitzschnell hoch und sprang in die Luft. Der Hüne war erstaunt, dass sie so hoch springen konnte und starrte sie nur an. Das war sein Fehler. Tecias Schwert sauste hinab und spaltete den Hünen bis zur Brust. Doch kaum war er umgefallen, so stand der nächste Gegner bereit.
Marcian hatte sich nun auch wieder aufgerappelt und focht mit einem Soldaten um sein Leben. Der soldat war um einiges besser als Marcian und so war es nicht verwunderlich, das Marcian schon die eine oder andere Blessur davongetragen hatte. Dann plötzlich, als Marcian einen Hieb des Gegners parieren wollte, geschah es. Marcian wurde die Waffe aus der Hand geprellt und sie fiel meterweit weg, so dass er sie unmöglich erreichen konnte, ohne direkt aufgespießt zu werden. Der Soldat lachte, stürmte vor und schlug nach Marcian. Dieser versuchte sich zur Seite fallen zu lassen, doch rutschte er unglücklich aus und fiel zu Boden. Sofort war der Soldat über ihm und setzte zum Todesstoß an. Doch er kam nicht dazu. Plötzlich durchfuhr ihn ein gleißend heller Feuerstrahl und riss ein riesiges Loch in seinen Bauch. Gleichzeitig traf ihn ein Pfeil mitten zwischen die Augen, der ihn nach hinten kippen lies. Marcian atmete erleichtert auf und rannte hinter den Felsen zurück. Er war einfach nicht gut genug um mitzukämpfen. Hätten Calandrylls Ignisfaxius und Mels Pfeil seinen Widersacher nicht getroffen, so wäre es jetzt aus mit ihm.
Tecia wütete wie ein Berserker und erschlug einen Mann nach dem anderen. Doch dann sah sie ihn. Ein mittelgroßer, sehr kräftiger Mann mit einem goldenen Prunkhelm. Er ging geradewegs auf sie zu. Dann stand er vor ihr. Sie bemerkte, dass er ein sehr seltsames Schwert führte. Es war leicht gebogen und nur an einer Seite geschärft. Der Mann holte aus und versuchte Tecias Kopf von ihrem Rumpf zu trennen. Doch sie reagierte instinktiv richtig und lies sich nach hinten fallen. Sie verlor nur eine paar Haare. Dann ging sie zum Gegenangriff über. Sie schlug nach dem Schwertarm des Anderen. Doch parierte dieser ihren Hieb mühelos mit seiner Klinge. „Das kann nicht sein!“ keuchte Tecia „Keine Klinge dieser Welt kann dem Schwert Gotteszorn widerstehen!“ „Oh doch! Diese hier kann es! Und nun stirb du Zwerg!“ Der Mann holte aus und wollte Tecia durchtrennen, doch diese ging ein Stück näher an ihn heran und stach ihm das Schwert direkt ins Herz. „Wer........bist.......du....Weib?“ stöhnte er. „ich bin Tecia, Tochter des Pareon und Herrin des Schwertes Gotteszorn“ „Das kann nicht sein! Das Schwert Gotteszorn.... ist..... vernichtet worden...“ Dies waren die letzten Worte des sterbenden Kommandanten der Menschen.
Calandryll dauerte das ganze zu lange und er teilte seinen Gefährten per Telepathie mit, dass sie schnellstmöglich auf einen Felsen oder ähnliches klettern sollen.
Dann begann er. Um ihn herum erschien ein leuchtend roter Bannkreis.
„Analna Tracht ut was bet hat doch jeldien Weh! Caldofrigo Drachenblut! Niederhöllen, Hadesglut!“ Dann schlug er mit der geballten Faust auf den Boden. Sekundenlang geschah nichts. Doch dann bebte die Erde und mit einem Mal stand jeder in Flammen der noch auf dem Schlachtfeld stand. Alle verglühten. Bis auf einer. Ein einziger der schwarzen Menschenmagier überlebte. Tecia wollte ihn umbringen, doch plötzlich konnte sie sich nicht mehr bewegen. „Gebt euch zu erkennen! Schwarzer Magier!“ rief Calandryll „Mein Name ist Siphrael und ihr habt mich nicht zum letzen Mal gesehen!“ Dann verschwand Siphrael mit einem diabolischen Lachen. Er war einfach weg. Die Schlacht war vorbei.

~Ende von Kapitel 2~

Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:15:22

Calandryll

(Bauernjunge)

Kapitel 3 - Siphrael

Die schwarze Festung war schon von weitem zu sehen. Es gab kaum jemanden, der sie gesehen hatte und davon berichten konnte. Der schwarze Magier erschien kurz vor dem hohen, vergitterten Tor. Was war nur auf dem Schlachtfeld geschehen? Wie kam Calandryll, sein langjaehriger Schueler dorthin? Und wer war der Junge? Fragen, die er sich noch nicht beantworten konnte, er würde den dunklen Gott befragen um Antworten zu erlangen.
Quietschend wurde das Gitter nach oben gezogen. Als es polternd zum Stillstand kam, trat Siphrael ein. In seinem schwarzen Umhang und dem schwarzen Drachenlederpanzer wirkte er wie der Tod in Person und das war er auch in gewisser Weise. Er wusste gar nicht mehr, wie viele Menschen und andere Wesen er bereits in die Unterwelt geschickt hatte. Er hatte bis vor kurzem geglaubt, niemand waere ihm gewachsen. Doch dann erschienen Calandryll und seine Begleiter. Er haette nie gedacht, dass sein einstiger Schueler eine solche Macht entwickeln könnte. Der Caldofrigo – Zauberspruch wurde bisher von nur wenigen gemeistert. Aber er würde einen Weg finden die Gruppe zu beseitigen. Und warum beim dunklen Gott hatte er ihnen seinen Namen gesagt? Er würde sich spaeter damit befassen. Er schritt in die Burg bis zu seinem privaten Gemach. Das Gemach war eines schwarzen Magiers wuerdig. Ein riesiges, feuerrotes Pentagramm auf dem Boden, einige Schaedel auf dem Tisch, die als Kerzenstaender dienten, eine große Masse von Buechern über die dunklen arkanen Kuenste und jede Menge Traenke und Gebraeue in den Schraenken, die allesamt nichts Gutes enthielten.
Siphrael legte seinen Umhang und seine Ruestung ab. Darunter trug er eine schwarze Leinenhose und ein schwarzes Hemd. Sein langes rabenschwarzes Haar fiel ihm ins Gesicht und er strich es sich mit einer Hand zurueck. Er ging zu seinem Arbeitstisch und suchte nach einem bestimmten Buch, dem Cruelium Arkanum. Als er es fand, blaetterte er darin und suchte nach einer Möglichkeit, die Gruppe zu vernichten, doch er gab die Suche nach kurzer Zeit auf. Das hatte Zeit. Zunaechst musste er mit seinem General sprechen. Er zog sich seine prunkvolle Robe an und ging in das Debattierzimmer. Dann ließ er Uvian den Meuchler zu sich rufen. Nach kurzer Zeit betrat dieser den Raum. Uvian war ein untersetzter, aber ungeheuer gefaehrlicher Mann mit kurzem Schnauzbart. Anders als sein Herr, war er in aschfarbene Gewänder gekleidet und an seinem Gürtel blitzten neun gezackte Dolche auf. Er war ein brillanter Stratege und ungewoehnlich begabter Meuchelmoerder, der Siphrael seit vielen Jahren zu Diensten war. Unvergessen war sein Sieg über die Armee des Wernald von Terstien, den er durch eine List und einen vorgetäuschten Angriff bei Nacht ermordet hatte. Die Armee hatte sich daraufhin ergeben, doch Siphrael war nicht umsonst als „der Gnadenlose“ bekannt. Alle wurden sie hingerichtet, keiner am Leben gelassen, bis auf einer. Torkan der Großnaesige, der so genannt wurde, weil er eine monstroese Nase hatte, doch später mehr zu ihm.
Siphrael begann „Nun? Wie steht es um unsere Truppen?“ fragte er mit eiskalter Stimme.
„Wir haben achtzehn Regimenter unserer besten Schattenkrieger zur Lichtfeste der Elfen geschickt, sie wird bald fallen, da sie nicht mit einem Angriff rechnen, mein Gebieter“ erwiderte Uvian „ Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns die ganze Welt untertan ist, Herr“
„Ausgezeichnet, ganz Ausgezeichnet. Uvian, ich habe einen Auftrag für dich. Du weißt, dass du mein bester und faehigster Kämpfer und mein hervorragenster General bist. Ich möchte, dass du jemanden für mich umbringst. Sein Name ist Klaus der Duemmliche. Doch lasse dich nicht von seinem Namen taeuschen, er ist zwar nicht der hellste, doch seine Kampfkraft ist enorm. Enttaeusch mich nicht!“ sagte Siphrael in einem Tonfall, der jedem anderen die Seele zu Eis erstarren lassen hätte. Doch Uvian blieb ganz ruhig „Jawohl mein Gebieter, ich mache mich sogleich auf den Weg.“ Sprach er, verneigte sich vor seinem Herrn und verließ schnellen Schrittes den Raum.
Siphrael begab sich kurze Zeit spaeter in den Schrein des dunklen Gottes und versuchte Antworten auf seine Fragen zu erlangen.

Marcian und die anderen saßen erschoepft am Rand des Waldes. Das Schlachtfeld sah grauenhaft aus. Ueberall tote Menschen und Elfen, allesamt verbrannt. Hier und da loderte noch ein Feuer und gelegentlich knackte ein Ast unter der Hitze...

~Ende von Kapitel 3~

Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:16:06

Calandryll

(Bauernjunge)

Kapitel 4 - Die Wege des Schicksals

Als es dunkel wurde, beschloss die Gruppe weiterzureisen. Sie überquerten das Schlachtfeld noch einmal und wandten sich dann gen Süden, in Richtung des Zwergenreiches. Während des langen Marsches sprach kaum jemand ein Wort. Es war, als würde die Furcht vor etwas Unsichtbarem ihre Stimmbänder blockieren. Schlussendlich war es Mel, die das Schweigen brach. Ihre sanfte, helle Stimme durchbrach die Dunkelheit und die unheimliche Stille „Wir können in zwei Tagen in Remit sein, nach meinen Informationen hält sich Auralion dort auf, wir sollten uns beeilen!“ „Remit? Wo liegt das?“ Fragte Marcian, der die ganze Zeit Tecia beobachtete. Kurze Zeit herrschte Schweigen, dann sagte Calandryll „Remit... ist die Silberstadt. Eine Zwergenstadt mitten in den grauen Bergen....“ „Und... warum klingt ihr so besorgt?“ fragte Narhalla anstelle ihres Bruders. „Nun... Remit ist die Stadt, die den Erdkern und damit dem 7. Tor am nächsten liegt... wenn das letzte Siegel der Alten brechen sollte, wird man es in Remit zu erst wissen... und Siphrael wird alles daran setzen, dass Siegel zu brechen...“ Betroffenes Schweigen trat ein, es schein so, als ob die Gruppe geschlossen den Atem anhielt, dann war es wiederum Narhallas Stimme „Woher wollt ihr wissen, dass Siphrael so etwas vor hat?“ „Ich weiß es einfach... er war mein Lehrmeister. Alles was ich kann, weiß ich von ihm.... oder dem Teil seiner Selbst, der nun von der Dunkelheit verschlungen wurde.“ Marcian starrte auf einmal ungläubig Calandryll an und auch die anderen wandten den Blick in Richtung des Magiers, lediglich Tecia beobachtete weiter den Waldrand, der keine 20m vor ihnen begann. War da nicht gerade noch ein paar Augen? Und da! War da nicht ein rascheln? Tecia hatte keinen Zweifel mehr, sie waren in eine Falle geraten. Sie zog ihr Schwert. Die anderen schauten nun wieder zu ihr, Marcian wollte sie fragen, was denn los sei, doch sie sagte rasch „Macht euch kampfbereit, das ist eine Falle!“ Kaum hatte sie diese Worte gesprochen, hört man das Surren von Bogensehen und das Zischen von Pfeilen in der Luft. Die Gruppe duckte sich und alle Pfeile verfehlten sie, bis auf einen. Der Pfeil durchbohrte Marcians rechte Brust und er fiel schreiend zu Boden. Sogleich war seine Schwester bei ihm und versuchte etwas für ihn zu tun, die anderen bereiteten sich vor, denn die Bogenschützen waren aus dem Wald getreten, trugen jedoch Kurzschwerter in den Händen. Es waren Elfen. Aber ihre Gesichter wirkten merkwürdig verzerrt.... voller Hass und Zorn. „Drows“ flüsterte Mel und nahm ihren Bogen zur Hand. Sie legte zwei Pfeile auf die Sehne und spannte ihren Bogen. Tecia drehte ungeduldig das Schwert in ihren Händen, sie und Calandryll waren ein eingespieltes Team, sie wusste, dass sie sich auf ihn verlassen konnte. Calandryll wusste, was er zu tun hatte. Es dauerte keine 4 Sekunden, ehe er die Formel sprach „Cornices Woswocos Fulminictus Donnerkeil!“ Er zog 3 Finger der rechten Hand an und deutete mit Zeige- und Mittelfinger auf die heranstürmenden Drows. Sogleich schoß ein gleißend heller Blitz aus seinen Fingern und tötete augenblicklich einen der Drows. Fast zeitgleich ließ Mel ihre Pfeile fliegen, beide trafen ihr Ziel. Zwei weitere Drows fielen tot zu Boden, jeweils einen Pfeil zwischen den Augen. Dreizehn Drows waren noch übrig. Zwölf davon stürmten auf sie zu, der dreizehnte blieb auf einmal stehen und zog seinen Bogen hervor. Er legte einen Pfeil auf, zielte sorgfältig und schoss. Der Pfeil raste durch die Luft, schneller als alles, was Calandryll oder die anderen je gesehen hatten. Als der Pfeil einschlug, war sein Opfer sogleich tot. Mel konnte es kaum fassen, dieser Drow hatte auf seine Artgenossen und Kampfgefährten geschossen! Das war die Gelegenheit für Tecia, die Drows waren viel zu überrascht über den Verrat aus den eigenen Reihen, um sich auf ihren Angriff vorzubereiten. Ein einziges Mal rannte sie durch die Reihe der Drows und sie fielen alle. Sekunden später stand Tecia vor dem Drow, der seine Kameraden verraten hatte. „Ich sollte dich töten, dann gehen wir kein Risiko ein“ knurrte Tecia „Wenn ihr das tut, edles Fräulein, werdet ihr in euer Verderben laufen. Bitte erlaubt mir mich vorzustellen“ sprach der Drow, doch seine Stimme klang nicht, wie die eines Drow, eher wie die, einer Frau und viel zu hell und klar für einen, aus dem dunklen Elfenreich. Der mysteriöse Drow streifte sich die Kapuze ab und darunter kam langes, blondes Haar zum Vorschein, auch erkannte man, dass die dunkle Färbung des Gesichts nichts als Tarnung war, denn am Haaransatz war weißliche Haut zu erkennen. „Mein Name ist Serafina, ich komme aus dem tiefen Tal“ sagte sie, während sie mit ihrem Umhang sich die Tarnfarbe aus dem Gesicht wischte. „Ich beherrsche, wie ihr gesehen habt, die Kunst des Bogenschießens, aber ich bin auch eine Heilerin in meiner Funktion als Klerikerin“ dabei lächelte sie Tecia an „Serafina also... wir entscheiden später über dein Schicksal“ murrte sie „Erstmal musst du den jungen Marcian retten, er wurde von einem von den Pfeilen getroffen“
Serafina ging mit Tecia zu den anderen, die sich um Marcian versammelt hatten. Seine Haut war bleich und sein Blick verschleiert, er versuchte zu sprechen, doch gelang es ihm nicht. Der Pfeil steckte tief in seiner rechten Brust. Serafine beugte sich über die Wunde und begutachtete sie einen kurzen Moment „Das sieht nicht gut aus, das sieht gar nicht gut aus....Kämpfe Marcian! Kämpfe dagegen an! Lass den Tod nicht gewinnen, ich werde versuchen dir zu helfen.“ Sie zog kurz, aber kräftig an dem Pfeil und zog ihn so aus der Wunde, was mit einem Aufbäumen von Marcians Körper quittiert wurde. Sie ließ den Pfeil fallen und schloss die Augen. Eine Hand hielt sie über die Wunde, leise sprach sie „Ihr großen Götter am Firmament, hört meinen Ruf und gebt mir die Kraft diesen unschuldigen Jungen zu heilen“ Immer wieder wiederholte sie diesen Satz, nach ein paar Minuten begann plötzlich ihr Hand gelblich zu glühen und Serafina drückte ihre Hand auf die Wunde. Marcians Augen verloren jeden Ausdruck. Seine Schwester Narhalla, die durch die Verletzung ihres Bruders geschockt war, kreischte plötzlich laut. Dann war es vorbei. Serafina öffnete die Augen und nahm die Hand von der Wunde. „Unglaublich“ keuchte Calandryll „Ich habe von Menschen mit dieser Fähigkeit gehört, aber ich habe es für Gerüchte und Mythen gehalten...“ „Wie habt ihr das gemacht?“ fragte auch Mel ungläubig. Die Wunde war verschlossen, neues Gewebe war entstanden und die Verletzung geheilt. „Das bleibt mein Geheimnis. Das wichtigste ist, dass er wohlauf ist. Und jetzt sollten wir hier verschwinden. Sie werden bald merken, dass ihr Spähtrupp nicht mehr da ist. Ihr müsst einen anderen Weg in die Berge nehmen. Ich empfehle den Weg durch die felsige Einöde, dort wird euch niemand vermuten.“ Sprach Serafina dann „Habt Dank, edle Klerikerin, wir stehen in eurer Schuld“ sagte Calandryll und wandte sich zum Gehen. Marcian, der nun wieder auf den eigenen Beinen stand, halb auf seine Schwester gestützt, die vor Glück weinte, sprach „Ich... will, dass sie uns begleitet!“ Überrascht sahen alle zu ihm hin „Was? Wozu?“ fragte Mel. „Wir brauchen doch jemanden, der unsere Wunden versorgt und je mehr wir sind, desto sicherer fühle ich mich...“ sagte Marcian. „Also gut. Wollt ihr uns begleiten, Serafina?“ fragte Calandryll. Nachdem Serafina dies bejahte und einige kurze Begrüßungsformalitäten ausgetauscht wurden, brachen sie auf. Ein langer Marsch durch die felsige Einöde, einem trostlosen Land ohne Leben, stand ihnen bevor. Tecia ging voran, während Calandryll und Serafina den Schluss der kleinen Gruppe bildeten...

~Ende von Kapitel 4~

Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:16:42

Calandryll

(Bauernjunge)

Kapitel 5 - Die Trennung

Nach einem langen Marsch durch die felsige Einöde erreichte die Gruppe den Fuß der grauen Berge. Nun war es nicht mehr weit bis nach Remit. Serafina schlug vor, die Nacht im Schutze des Berges zu verbringen und niemand widersprach ihr, waren sie doch alle erschöpft. Doch keiner von ihnen wusste, dass sie beobachtet wurden. Die Nachtwache übernahm, wie so häufig, Calandryll. Lange lag Marcian wach und dachte über Tecia nach, was war an diesem Mädchen, dass er nichts anderes mehr im Kopf hatte?
Doch während die Gruppe friedlich ruhte, näherte sich eine Gefahr. Siphrael, der Dunkle, hatte seinen Schergen Uvian ausgesandt mit dem Auftrag unter allen Umständen zu verhindern, dass Marcian und seine Freunde Remit erreichen. Zu diesem Zweck erweckte Siphrael eine uralte Macht. Dreizehn Krieger, seit langem tot, aber verflucht nicht Ruhe zu finden, bis der eine käme, der ihren Fluch brechen und ihnen die ewige Ruhe schenken kann. Diese Krieger waren Shaz’aar, deren Volk vor Jahrhunderten ausgestorben ist. Sie ähneln den Menschen, doch sind sie ihnen an Größe, Intelligenz und Kampfkraft überlegen. Sie haben keinerlei Empfindungen, kennen keinen Schmerz und kämpfen bis zum Ende. Die letzte Wache der Shaz’aar wurde einst von einem Dunklen Fürsten hinterrücks gemeuchelt und verflucht. Nun hat er sie wiedererweckt und seinem Willen unterworfen. Sie sind nur noch Marionetten Siphraels. Getarnt durch die Macht Siphraels nähern sie sich mit Uvian dem Rastplatz der Gruppe...
Calandryll hatte ein sehr mulmiges Gefühl, doch konnte er nichts verdächtiges hören oder spüren. Und doch... war da nicht ein Schatten? Ein Flüstern? Calandryll schloss die Augen, seine Sinne schienen getrübt. Er stand auf, um ein wenig zu spazieren. Das würde ihm gut tun, dachte er, schon früher hat ihm der Mond neue Kraft gespendet.
„Der Magier geht, hat er uns etwa doch bemerkt?“ raunte Uvian seinen Kriegern zu. „Und wenn, wir werden ihn wie die anderen vernichten. Niemand entkommt uns. Und auch du wirst uns noch eines Tages zum Opfer fallen, Nichtswürdiger.“ Gab einer der Krieger zurück.
Einige weitere Minuten vergingen, ehe es anfing.
Urplötzlich ertönte ein Kampfschrei und die Krieger brachen aus dem Unterholz hervor. Tecia war sofort auf den Beinen, ihr Schwert in der Linken. Auch Mel, Serafina und Narhalla waren schnell auf den Beinen, doch Marcian reagierte nicht schnell genug. Er war zu sehr in Gedanken, als das er geschwind genug auf den Angriff reagieren konnte. Zwar griff er nach seinem Schwert, erreichte es und drehte sich um, doch da hatte ihn eine geworfene Axt schon getroffen. Das Schwert fiel ihm aus der Hand und er ging in die Knie. Der Kampf entbrannte. Mels Pfeile zischten durch die Luft, doch keiner traf sein Ziel. Tecia kämpfte gleich gegen 4 Shaz’aar, Serafina und Narhalla hatten es je mit 3 Kriegern zu tun, die restlichen 3 stürmten auf Mel zu, die mittlerweile ihr Kurzschwert gezogen hatte, da ihr Bogen hier nicht nützlich war. Uvian hingegen schritt auf Marcian zu. Sein mächtiges Zackenschwert ruhte in seiner Rechten und ein Grinsen zierte sein Gesicht. „So treffe ich auf den vermeintlichen Helden. Und nun wird er fallen durch meine Hand.“ Ein grausames Lachen erschallte und Uvian hob seine Hand zum Streich... Tecias Schildarm war getroffen und blutete stark, doch 2 ihrer Gegner lagen reglos am Boden, schwer atmend musste sie sich verteidigen und sah dabei, wie Uvian auf Marcian zuging. Mel hatte es gar geschafft alle 3 Gegner niederzuringen und eilte auf Narhalla zu, die ihren Gegnern deutlich unterlegen war und einige Male schwer getroffen wurde.
Calandryll bekam von all dem nichts mit, er hatte einen kleinen See gefunden und sich an dessen Ufer gesetzt. Seine Augen waren geschlossen. Er konnte der Gruppe nicht helfen.
Uvian hob seine Hand zum Streich, die Klinge raste gen Marcians Kehle, der ob seiner Verletzung durch die Wurfaxt unfähig war sich zu verteidigen. Doch sie erreichte ihr Ziel nie. Plötzlich schlug ein Blitz in einen nahen Felsen. Uvian erschrak und verfehlte dadurch Marcian, doch sogleich holte er zu einem neuen Schlag aus. Sein Fehler war, dass er sich nicht umdrehte. Dies war kein irdischer Blitz, er war magischer Natur, wie ihn nur ein Teleportationszauber auslösen kann. Auf dem Felsen, in den der Blitz einschlug, stand jemand. In der Linken einen prächtigen Stab, zwei Meter lang und gekrönt durch einen leuchtend roten Rubin, verziert durch eine Schlange deren Maul den Rubin verschlingen zu suchte. Er trug einen leuchtend roten Umhang und einen ebenso roten Panzer aus einem außerordentlich schönem und glänzenden Material. Serafinas Augen weiteten sich, als sie ihn erblickte, auch Mel, die mittlerweile Narhalla von den 3 Shaz’aar befreit hatte schaute freudig erstaunt in die Richtung des Fremden. Narhalla selbst kniete am Boden, kraftlos. Uvians Klinge sauste erneut hinab und im nächsten Moment lag sein Arm am Boden, abgetrennt durch einen Zauber. Uvian schrie auf vor Schmerz und drehte sich nun um, da erblickte er ihn. „NEIN! Das kann nicht sein! Wie konntest du uns finden, du Missgeburt? Mein Meister hat uns vor Magie abgeschirmt!“ „Dein Meister“ sprach der Fremde mit seltsam verzerrter, sphärischer Stimme „hat dich belogen. Er kann mich nicht täuschen. Du weißt, wer ich bin. Niemand kann einen Oktopoiden täuschen.“ Uvians Gesicht war nun nicht mehr nur von Wut verzerrt, sondern auch von Hass. Er griff mit seinem verbliebenden Arm nach einem Wurfmesser und schleuderte es nach dem Fremden. Er traf ihn mitten in die Brust. Doch der Fremde verzog keine Miene. „Uvian, deine Tage sind gezählt“ sprach er, kein Blut lief aus der Wunde, obwohl der Dolch sich in voller Länge in den Panzer gegraben hatte „Sprich dein letztes Gebet!“ Dann erhob er seinen Stab und sprach „Rubinroter Strahl des Todes!“ Der Rubin begann zu rotieren, immer schneller und schneller, bis er glühte. Dann entlud er sich in einem herrlich roten Strahl, der auf Uvian zuschoss. Von einem Augenblick auf den anderen war Uvian nicht mehr. Nichts blieb von ihm übrig. Sogleich wandte sich der Fremde den Shaz’aar zu „Aus Gräbern seit ihr gekommen, in Gräber sollt ihr auch wieder gehen! Verschwindet von diesem Ort und kehrt nie zurück!“ Aus seinem Stab schossen 13 Funken hervor, je einer legte sich auf einen der Shaz’aar. Die Funken verwandelten sich in Pentakel. Nachdem alle die Form eines Sternensiegels angenommen hatten, wurden die Shaz’aar gewaltsam fortgeschleudert.
Ein Schrei riss Calandryll aus seinen Gedanken, wie hatte er seinen Posten verlassen können? Er rannte so schnell er konnte zurück zum Lager. Doch als er ankam, fand er nurnoch Serafina vor. „Serafina! Was im Namen des Feuers ist hier passiert? Ich habe einen Schrei gehört und... wo sind die anderen?“ rief er ihr außer Atem zu „Mach dir keine Sorgen, sie sind in Sicherheit. Marcian und Narhalla sind verletzt, aber sie sind mittlerweile in Remit, wir wurden angegriffen... aber zum Glück...“ „Ihr wurdet angegriffen? Von wem?“ „Von Uvian und seltsamen Kriegern... sie waren erbarmunglos... wäre nicht...“ „Seltsame Krieger? Oh nein... dann hat Siphrael tatswahrhaftig die Shaz’aar gerufen... er muss ahnen, was wir vorhaben...“ „Ich sagte doch, du sollst dir keine Sorgen machen. Auralion ist plötzlich erschienen... er hat uns gerettet... Er fragte auch nach dir, doch mussten Marcian und Narhalla unverzüglich behandelt werden und so sind sie nach Remit aufgebrochen... Ich blieb hier, weil ich auf dich warten wollte... Auralion will dich im Tempel der roten Magier treffen...“ „Nein. Wir werden einen anderen Weg gehen. Jetzt wo ich weiß, dass Auralion über Marcian wacht, kann ich noch etwas anderes erledigen, was erledigt werden muss. Und dabei brauche ich deine Hilfe, Serafina.“ „Aber...“ „Bitte, ich erkläre dir alles unterwegs. Geht alles glatt, treffen wir die anderen im Spinnenwald wieder.“
Und so gingen Serafina und Calandryll nicht nach Remit, sondern in Richtung des düsteren Landes, zur Feste von Mar’Haggan, während Marcian und die anderen sich im Tempel der roten Magier ausruhten...
Die Gruppe wurde getrennt. All dies beobachtete Siphrael von seiner Festung aus, mit einem zufriedenen Grinsen.

~ Ende von Kapitel 5 ~


(c) 2006 Carsten Wieringer
Anmerkung: Diese Geschichte findet sich ebenfalls auf E-Stories.de unter meinem Namen.

Das ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass der Tod die Zeit besiegt

18.07.06, 13:17:52

Choryu

(Herumtreiber)

du solltest autor werden^^

also ich würd sagen"In die Bibliothek damit^^"

Wenn deine Welt in Flammen steht, wenn alles was du hast vergeht...
28.01.07, 19:09:26
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